Eine starke Gemeinschaft

Augsburg - München - Nürnberg - Regensburg - Würzburg

... geregelt in der bayerischen Rechtsordnung

Auszug aus der "Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an den Hochschulen des Freistaates Bayern und den staatlich anerkannten nichtstaatlichen Hochschulen (Qualifikationsverordnung - QualV) vom 2. November 2007"

Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

§ 29 Allgemeiner Hochschulzugang für Absolventen und Absolventinnen einer beruflichen Fort- oder Weiterbildungsprüfung

(1) 1 Der allgemeine Zugang zur Hochschule gemäß Art. 45 Abs. 1 BayHSchG wird nachgewiesen durch ein im Freistaat Bayern erworbenes
...

4. Zeugnis über den bestandenen Fortbildungsabschluss an einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, wenn die Prüfungsordnung staatlich genehmigt ist und/oder ein Staatskommissär an den Prüfungen mitwirkt und die Fortbildung einen Stundenumfang von mindestens 400 Stunden umfasst, oder...

Auszug aus einem Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 8. Januar 2003

 

„Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Nürnberg ist - ebenso wie die vier anderen in Bayern bestehenden Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien in München, Augsburg, Würzburg und Regensburg - eine Einrichtung der beruflichen Weiterbildung, die über ihren Trägerverein sowohl von der öffentlichen Hand als auch von der privaten Wirtschaft unterhalten wird..... Die Nähe zu einer universitären Ausbildung kommt .... darin zum Ausdruck, dass jedenfalls in der „Zweiganstalt Bayreuth“ die Lehrveranstaltungen in der dortigen Universität und ausschließlich von Hochschullehrern abgehalten werden ....

...  Auch diese Bewertung der Fortbildung an einer VWA ... und insbesondere ihre Gleichsetzung mit einem Diplom der Hochschule für Politik München rechtfertigen es, das an einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Bayern erworbene Diplom als mit einem Hochschulabschluss vergleichbar anzusehen."

 

Die Vergleichbarkeit mit einem Hochschulabschluss rechtfertigt das Bayerische Oberste Landesgericht vor allem mit der Feststellung, dass es ganz überwiegend Hochschul-Professoren sind, die als Dozenten die Lehrveranstaltungen an der VWA durchführen. Die Vorteile des unmittelbaren Wissenstransfers aus den staatlichen Hochschulen für die Studierenden sind offensichtlich. Zugleich bietet die Lehre an der VWA aber auch für die Lehrenden einen großen Gewinn. Die Dozenten werden permanent mit Fragen der Wissensanwendung in der Berufspraxis konfrontiert und erfahren durch das Hin- und Herwandern des Blicks zwischen Wirtschaftsleben und Wissenschaft auch für ihren Beruf als Hochschullehrer eine große Bereicherung.

Konsequenterweise hatte deshalb das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf eine Initiative des damaligen Staatskommissars für die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien des Freistaates Bayern, Prof. Dr. Theodor Keck, Generalsekretär des Bayer. Landespersonalausschusses, bereits mit Schreiben vom 4. September 2001 festgestellt, dass

„eine Lehrtätigkeit bei den Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien grundsätzlich als durch den Dienstherrn veranlasst anzusehen ist“ (Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 BayBG). Für die Übernahme dieser Nebentätigkeit ist deshalb keine Nebentätigkeitsgenehmigung erforderlich.“